Die Kurzversion

  • n8n Cloud: schnellster Start, keine Wartung, fester Preis pro Execution. Ideal für kleinere Teams ohne Sysadmin-Kapazität.
  • n8n self-hosted (Hetzner, AWS, on-prem): volle Datenhoheit, beliebige Skalierung, eigene Modelle einbindbar. Erfordert Ops-Verantwortung.
Wer mit DSGVO-relevanten Personendaten arbeitet, gegen Konzern-Compliance argumentieren muss oder pro Monat fünfstellige Workflow-Executions plant, fährt mit self-hosted in der Regel besser. Alle anderen starten mit Cloud.

Cloud — wann es passt

  • Sie haben kein eigenes Ops-Team und wollen keins aufbauen
  • Workflows verarbeiten überwiegend operative Daten ohne hohen Schutzbedarf
  • Volumen ist überschaubar (unter ~50.000 Executions/Monat)
  • Sie brauchen schnellen Start, ohne Hosting-Diskussion mit der IT

Self-hosted — wann es passt

  • Personenbezogene oder steuerlich/medizinisch sensitive Daten gehen durch den Workflow
  • Konzern-IT verlangt EU-Hosting mit eigener Datenkontrolle, AVV mit Hosting-Anbieter, Verarbeitungsverzeichnis
  • Hohes Volumen oder lange Executions (LLM-Aufrufe, Daten-ETL)
  • Eigene LLM-Modelle (Mistral, Llama) sollen ohne Daten-Egress eingebunden werden
  • Air-gapped Setup (Behörden, Verteidigung, kritische Infrastruktur)

Kosten-Realität

Ein typisches mittelständisches Setup mit ~10 produktiven Workflows kostet:

  • Cloud Pro: ca. 50–250 €/Monat je nach Execution-Volumen, plus n8n-Lizenz
  • Self-hosted (Hetzner CX31): ca. 15 €/Monat Server + Backup, plus Wartungs-Aufwand intern oder beim Dienstleister
  • Self-hosted bei Konzern: Server-Kosten gehen im internen Cloud-Pool unter, Aufwand liegt bei Compliance-Dokumentation

Bei mehr als ~30 produktiven Workflows wird self-hosted fast immer günstiger, wenn Wartung intern abgebildet wird oder ein Wartungsvertrag besteht.

Migration zwischen beiden

Workflows lassen sich zwischen Cloud und self-hosted exportieren und importieren. Was nicht automatisch wechselt: Credentials, Webhook-URLs und externe Triggers. Wer plant zu wechseln, sollte das vorab in der Schnittstellen-Doku nachhalten.

Welche Variante ist bei Ihnen die richtige?

Wir bewerten in einem 30-Min-Call: Datenklasse, Volumen, Skill, Compliance. Daraus kommt eine klare Empfehlung mit Aufwandsabschätzung.

Fazit

Cloud ist der schnelle Start, self-hosted die langfristige Plattform. Beides ist legitim. Die Entscheidung trifft man mit drei Zahlen (Volumen, Schutzbedarf, Ops-Skill) und nicht aus Bauchgefühl.